Dr. Luciano Heimer Falano 8.1.2772

Mein lieber Sean, ich habe heute der Eröffnungsfeier des neuen Rings beigewohnt. Ein wirklich imposantes Spektakel, dessen Stimmung über die Medien kaum zu vermitteln ist. Diese Euphorie, die in all den Individuen steckt, sie wirkt wie eine Droge. Eine Droge, die Personen anstecken kann, wie ein Virus. Und das macht mich auch ein wenig nachdenklich. Sind wir so begeistert vom Wachstum und Reichtum unseres Raumhafens, dass wir uns zu sehr von unseren Gefühlen leiten lassen? Sind wir zu stolz geworden?

Ach, Sean, ich möchte Sie gar nicht länger mit meinen Sorgen langweilen. Mir wurde gestern angeboten, die Leitung des 🧭Falano Founders Hospital zu übernehmen. Jene Tätigkeit, die mein Vater viele Jahre ausgeübt hatte, bis er im letzten Jahr verstorben ist. Ich bin noch sehr unschlüssig, ob ich mir diese Bürde auferlegen soll. Es scheint, je besser ich in meinem Job als Arzt werde, desto weniger übe ich ihn aktiv aus. Das hat Vorteile (wir hätten uns sonst höchstwahrscheinlich nie kennen gelernt) aber auch Nachteile. Mich reizt es nicht wirklich, in die Politik hineingezogen zu werden. Ich habe es so oft bei meinem Vater gesehen, unter welchem politischen Druck er teilweise Entscheidungen treffen musste. Dem zu widerstehen erfordert einen stählernen Geist, wie ich ihn nicht habe. Die Entscheidung muss ich bis Ende nächster Woche getroffen haben. Ich verspreche Ihnen, Sie auf dem Laufenden zu halten!

Wie stehen Sie zu den aktuellen Ausbauten des Raumhafens? Überlegen Sie, dort zu investieren? Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf Ihren Brief und Ihre geschätzten Gedanken.

Mit optimistischen Grüßen, Luciano Heimer