Sir Gal. Sean Eli van Hoovers 10.1.2772
Lieber Luciano, ich danke Ihnen für Ihren außerordentlich interessanten und viele Fragen aufwerfenden Brief. Wie Sie sich sicher vorstellen können, habe ich ein sehr großes persönliches Interesse an der Eröffnung des neuen Rings mit Frugs, meinem Unternehmen, und bin daraus resultierend auch recht eingespannt gewesen. Daher entschuldigen Sie bitte meine verspätete Antwort. Aber um direkt auf den letzten Teil Ihres Briefes einzugehen. Ja ich habe mich bereits während der Bauphase intensiv eingebracht. Für Frugs haben wir einige Büroflächen installiert, Meetingräume und Gästezimmer. Wir haben im Vorstand beschlossen das Team der Einkäufer zu erweitern und es wird wohl in Bälde erste Bestrebungen geben, nicht nur in Falano zu verkaufen, sondern umliegende Kolonien ebenfalls zu beliefern. Nach Terra machen wir noch keine Aufwendungen, die Auflagen sollen die Hölle sein und durch diese unzähligen Nationen, muss es fürchterlich sein Ware auf die Oberfläche zu bekommen. Vielleicht zu späterer Zeit. Waren Sie denn schonmal auf Terra? Haben Sie Erfahrung dort? Besonders viel Positives habe ich ja von Eurom gehört, soll ein magischer Ort sein.
Lassen Sie mich jetzt, mein lieber Luciano, auf ihren Gedanken zu unserer Natur eingehen: Ja. Wir sind begeistert von unserem Falano. Wir blicken um uns und erkennen, dass es nicht nur um Geld und Macht geht. Es geht darum machen zu können, was auch immer wir wollen. Grenzenlos zu sein, wenn man so will. Fühlen Sie es nicht? Die tagtägliche Motivation? Das Drängen nach mehr und den verlockenden Griff in die Sterne? Dieser Gedanke lässt mich morgens aufstehen und Abends, nach getaner Arbeit, wieder friedvoll zur Ruhe kommen. Natürlich ist der Kalender eines Arztes, wie Sie es sind grundlegend unterschiedlich und Ihre Tätigkeiten unterscheiden sich natürlich stark von denen eines Unternehmers, ohne Ihnen Unrecht tun zu wollen, bitte korrigieren Sie mich. Daran anschließend möchte ich Ihnen direkt gratulieren! Das ist eine großartige Chance, die Ihnen hier entgegengereicht wird. Lassen Sie mich Ihnen einen Ratschlag geben: Nehmen Sie die Gelegenheit wahr. Sie sind ein großartiger Arzt und ich verstehe Ihre Sorge hinsichtlich Ihrer Profession, die eben in einem anderen Bereich liegt. Nichtsdestotrotz müssen Sie sich die Frage stellen, ob sie Ihr gesamtes Leben einer einzigen Tätigkeit widmen wollen? Dagegen gibt es nichts einzuwenden, bitte verstehen Sie mich nicht falsch und mir ist das Abwechslungsausmaß dessen was Sie tun, zumindest in Ansätzen bewusst. Dennoch schätze ich Sie als einen interessierten Menschen mit einem ungemeinen Weitblick. Sie verstehen nicht nur etwas von Medizin, Sie sind ein lösungsorientierter, engagierter und reflektierter Mann. Und zuguterletzt müssen Sie nicht in die Fußstapfen Ihres Vaters treten. Finden Sie Ihren eigenen Weg, hinterlassen Sie eine Spur. Lassen Sie es mich vielleicht so fragen: Was wollten Sie, und ich weiß, dass es da etwas geben muss, schon immer im Founders Hospital ändern? Was hat Sie daran gestört, schon seit Sie dort angefangen haben? Und bedenken Sie, dass Sie es jetzt, durch diese Gelegenheit für Sie, Ihre KollegInnen und alle zukünftigen ArbeitnehmerInnen ändern könnten.
Lassen Sie es mich wissen, wie Sie sich entscheiden werden, ich werde Ihnen jedenfalls meine Glückwünsche aussprechen!
Grenzenlose Grüße, Sean E. van Hoovers